In letzter Zeit wurde die Bürgerbeteiligung an städtischen Planungsverfahren überwiegend digital gestaltet. Das ist im Sinne der Modernisierung von kommunalen Planungs- und Entscheidungsabläufen sinnvoll, da in digitaler Form Planungsgrundlagen (Dokumente, Entwürfe, Planansätze etc.) auf schnellem Wege transparent für Bürgerinnen und Bürger gestaltet und präsentiert werden können.
Andererseits begünstigen digitale Beteiligungsformate internetaffine Gruppen in bestimmten Stadtteilen und führen zu einer Unterrepräsentation anderer Bevölkerungsgruppen, die wenig oder gar keinen Zugang zum Internet finden können oder möchten.
Des Weiteren bieten analoge Formate am besten die Möglichkeit, dass Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen und möglichen Bedenken direkt ins Gespräch mit Entscheidungsträgern und Verantwortlichen kommen können. Eine gleichwertige analoge Beteiligung ist daher erforderlich, um demokratische Teilhabe, Repräsentativität und Akzeptanz in der Stadtgesellschaft zu gewährleisten.
Sie stärkt die Legitimation städtischer Strategien und stellt sicher, dass alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von Alter, Bildung, Einkommen oder digitaler Kompetenz eingebunden werden können. Sie stärkt die kommunale Demokratie.







