Wer Ja zu Olympia sagt, darf keine Kürzungen im Freizeitsport zu stimmen.

Bernd Bahr

23. Juni 2026

Mit der Bewerbung für Olympia und der paralympischen Spiele in Berlin und Leipzig erhofft man sich viele positive Auswirkungen für die Stadt. Dazu zählen die nachträgliche Nutzung des olympischen Dorfs für bezahlbares Wohnen, Förderungen der klimaneutralen Mobilität durch Ausbau des ÖPNV und von Fahrradwegen.

Durch ein verbindliches Nachhaltigkeitskapitel sollen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und soziale Gerechtigkeit im gesamten Projekt verbindlich verankert werden.

Nur verpuffen diese Nachhaltigkeitswirkungen im Rahmen der politischen und ökonomischen Zwänge der Vorgaben einer massiven Sparpolitik, wenn auf der anderen Seite kommunale Ausgaben für Jugendhilfe, Senioren, Wohnungslose, sozialpsychiatrische Versorgung und Breiten- und Freizeitsport gekürzt werden sollen.

Mal schnell rund 80 Millionen Euro für eine Olympia-Bewerbung auszugeben, fällt uns dann auf die Füße, wenn auf der anderen Seite die Millionen fehlen für den Breiten- und
Freizeitsport und die vielen Aufgaben der Jugend- und Seniorenhilfe, der sozialen und sozialpsychiatrischen Hilfen.

Deshalb haben einige Stadträte in unserer Fraktion dagegen gestimmt und die Mehrheit hat sich der Stimme enthalten.

Ja zu Olympia nur, wenn keine Sozialkürzungen vorgenommen werden.

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