2008 kam von Berlin aus die Denkmalidee über Leipzig und geistert
seitdem variantenreich umher. Auch der letzte Anlauf mit „Banner,
Fahnen, Transparente“ vermochte es nicht, die Stadtgesellschaft zu einen.
Die weißen Flächen bleiben sicher nicht lang blank und bedeuten
Folgekosten in Zeiten schwierigen Haushaltens. Hier braucht es
mindestens einen rechtlichen Rahmen mit den Künstlern, ab wann und wie
zu reinigen ist. Die abstrahierten Banner mögen entwerferisch geschickt
sein, aber wenig gefeit vor dem historischen Vergleich. Dies gilt auch für
den Wilhelm-Leuschner-Platz, der schon einmal durchgefallen war. Der
Bezug zur Deutschen Einheit scheint angesichts von ökonomischen
Unterschieden und gesellschaftlicher Polarisierung zwischen Ost und West
unpassend. Dass die Konzeption des Denkmals als Forum – und damit
entrückt von den historischen Ereignissen des Oktobers 89 hin zu
Gegenwart, Zukunft und sogar über die Landesgrenzen hinaus – dieses
Spannungsfeld vermittelt, ist sehr optimistisch gedacht. Aus dieser Kritik
fordert die BSW-Fraktion einen Bürgerentscheid, er wäre das einzige
Mittel, Klarheit und breite Akzeptanz zu schaffen, und der wohl denkbar
beste Abschluss für ein Denkmal im Sinne von Freiheit, Einheit und
Demokratie.
Freiheit, Einheit, Denkmal?

16. April 2025
Schlagworte:
Mehr Beiträge

Spielplatzgerechtigkeit
An so manchen Tag unter städtischem Grün und zwischen Rutsche und Sandkasten kann einem die Frage kommen, wie die Leipziger Spielplätze verteilt und ausgestattet sind, gerade wenn man bereits viele der insgesamt 325 gesehen hat. Dass hier und dort Sanierungsbedarf besteht, das Angebot nicht ganz mit der Bevölkerungszahl übereinstimmt oder den Notwendigkeiten von 100% Barrierefreiheit…Sascha Jecht. 20. Mai 2026
Digitalisierung, gerade jetzt!
Alles, was nicht verpflichtend ist, muss auf den Prüfstand. Mit vernünftigem Blick auf die Notwendigkeiten einer sozial gerechten Stadt ist dies grundsätzlich zu unterstützen. Wichtig hierbei ist aber, dass das Feld der Innovation in der Verwaltung fortwährend vorangetrieben wird. Die deutschen Metropolen bleiben der Motor dieser Entwicklung und müssen es bleiben! Digitalisierung heißt nicht nur:…Sascha Jecht. 11. Mai 2026
Prüfstein Schülerbeförderung
Die Teilhabebedarfe der Schwächsten sind der Prüfstein einer wirklichen Demokratie. Mit zehn Änderungsvorschlägen hat die BSW-Fraktion im Leipziger Stadtrat Korrekturen an der geplanten Änderung der Schülerbeförderungssatzung angestoßen. Ziel sind Regelungen, die sich stärker am tatsächlichen Bedarf von Kindern und Familien orientieren. Im Mittelpunkt steht: Unterstützung darf nicht davon abhängen, ob Einschränkungen bereits formal anerkannt sind.…Bernd Bahr. 6. Mai 2026
Eine kleine Beschimpfung
Ey Alter, voll cool! Hat lustig gescheppert, als du deine leere Bierflasche auf den Radweg gedonnert hast. Ist heute schon der vierte Scherbenhaufen auf der Karli. Vielleicht schaffe ich es ja noch, beim Ausweichen vom Auto erfasst zu werden. Und Sie, meine Dame! Ist ja lobenswert, dass Sie im Clara-Park die Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners eintüten.…Ralf Pannowitsch. 8. April 2026
Ostermarsch: Frieden jetzt!
Gedankenspiel: Am 27.1.2026, dem Holocaust-Gedenktag, spricht ein russischer Generalkonsul beim Stadtgedenken. Er betont, dass es die Rote Armee war, die an diesem Tag vor 81 Jahren Auschwitz befreite. – Undenkbar, höre ich schon - völkerrechtswidriger Angriffskrieg! - Undenkbar? Offenbar nur für Russen. Denn es redete (durchaus hörenswert!) die Chefin des US-Generalkonsulats, Jody Breisler. Also eine…Thomas Kachel. 25. März 2026

